Jan 262007
 

Bioenergie aus nachwachsenden Rohstoffen gilt als eine Möglichkeit, dem Wahnsinn der Energie aus Kernspaltung und der Abhängigkeit vom Öl entkommen. Und in diesem Zusammenhang dreht sich die Diskussion auch des öfteren um ethische Probleme, die entstehen, wenn beispielsweise Getreide verfeuert wird, während gleichzeitig auf der Welt Hunger besteht.

Mais – auf den Teller oder in den Tank? (Bild: pixelquelle.de)

Dabei ist es mit Sicherheit besser, wenn bestehende Ackerflächen in der EU zum Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Energiegewinnung genutzt werden, als wenn später die Überschüsse vernichtet werden oder aber nach Verramschung in Entwicklungsländer dort die Erzeugerpreise der lokalen Landwirtschaft durch Dumping drücken und die Selbstversorgung verhindern. Auf der anderen Seite wird beispielsweise Getreide auf dem internationalen Markt gehandelt und das entwickelt sich nach einem Bericht des Spiegel gerade in Mexiko zu einem ausgewachsenen Problem.

So nimmt auch die Kritik am Flächenbedarf der Produktion für den Biosprit zu, da diese mittlerweile die für die Erzeugung von Lebensmitteln benötigten Flächen zu beschneiden droht. Das befürchtet nach einem Artikel von „heise online“ zumindest Folkhard Isermeyer von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig. Andere Experten sehen hier hingegen gemäß desselben Berichtes keine nennenswerten Probleme. Doch auch ein Bericht der deutschen Welle weist auf die aus der Produktion von Biokraftstoffen resultierenden Probleme hin. Unter anderem werden hier die Fragen aufgeworfen, ob Biokraftstoffe überhaupt umweltfreundlich produziert werden und ob wir nicht auf bestem Wege sind, für ihre Herstellung die grüne Lunge der Welt zu opfern.

Ich denke, dass diese Thematik, und dabei gerade die Auswirkungen auf die Ernährungssituationen in Schwellen- und Entwicklungsländern, genau zu beobachten sein wird.

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