Apr 122007
 

Wie Spiegel Online heute berichtet, boykottieren im Bremer Landtagswahlkampf SPD und Linkspartei das Angebot von kandidatenwatch.de, weil dort auch rechtsextreme Parteien auf dieselbe Art und Weise wie sie selbst auf Fragen von Wählern und Bürgern antworten können.

Sie dokumentieren auf diese Art und Weise, dass sie zum einen die Transparenz im Wahlkampf fürchten und dass sie andererseits glauben, unter Umgehung von Gerichten entscheiden zu können, welche Parteien als demokratisch zu bewerten sind. Das allerdings ist gerade im Fall der SED-Nachfolger von der Linkspartei eine ziemlich krude Ansicht.

Um nicht falsch verstanden zu werden: rechtsradikale Parteien haben meiner Meinung nach in keinem Parlament etwas zu suchen, weder in Deutschland noch anderswo. Aber die Entscheidung darüber, ob das braune Gesocks als staats- und demokratiefeindlich einzustufen ist, treffen in Deutschland immer noch Gerichte in rechtsstaatlichem Verfahren. Und ob sie in die Parlamente einziehen, entscheiden die Wähler, denen man sich im Vorfeld einer Wahl stellen sollte.

Wer jedoch vor der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den rechten politischen Gruppierungen Angst hat und sich drückt, der hat bereits kapituliert…

  Eine Antwort zu “Fühlen sich SPD und Linke in Bremen den Nazis nicht gewachsen?”

  1. Das geht für die SPD nach hinten los, die Rechten machen sich schon darüber lustig und beantworten die an die SPD-Kandidaten gerichteten Fragen selber: http://www.sozialistenwatch.de.vu

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