Jul 072007
 

Wolfgang Kubicki, MdL

Denkt wieder einmal quer: Wolfgang Kubicki (Foto: FDP Schleswig-Holstein)

Viele meiner Stellungnahmen zu Positionen der FDP leite ich mit einem Verweis auf meine Mitgliedschaft im Landesverband Schleswig-Holstein ein. Ich hatte auch so meine Probleme mit der künstlichen Dramatik um den Zusammenschluss von WASG und SEDPDS zur Linkspartei. Dennoch konnte ich diese Woche nicht umhin, unseren Bundesvorsitzenden wegen der positiven Ansätze bezüglich der Positionierung im Hinblick auf Bürgerrechte in einem Interview für die Frankfurter Rundschau zu loben.

Und nun lese ich in einem Bericht des Tagesspiegels, wie der Oppositionsführer im Schleswig-Holsteinischen Landtag und Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion den Zustand der Bundespartei wertet:

Berlin (ots) – Auch drei Wochen nach dem FDP-Bundesparteitag reißt die innerparteiliche Kritik an FDP-Chef Guido Westerwelle wegen der scharfen Angriffe auf die Linkspartei nicht ab. Der Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki warf Westerwelle vor, die Linkspartei pauschal als Extremisten zu diffamieren und damit der FDP Schaden zuzufügen. Mit dem Slogan „Freiheit statt Sozialismus“ verliere die FDP „Kontakt zu jungen Akademikern und gebildeten Menschen“, sagte Kubicki dem Tagesspiegel (Samstagsausgabe). Diese Wählerschichten würden „platte Parolen“ nicht glauben.

Kubicki warnte Westerwelle: Mit einem Vorsitzenden, der sich selbst zur Freiheitsstatue stilisiere, werde die FDP den Wettstreit mit den Grünen nicht gewinnen können. Es sei schließlich bekannt, dass die Freiheitsstatue „allein im Wasser auf einer Insel vor Manhattan steht und hohl im Kopf ist“. Solche Slogans würden nur Wähler anziehen, „die in Feindbildern denken“ warnte das Bundesvorstandsmitglied der FDP, Kubicki. Die FDP begebe sich dadurch „in die Umklammerung der Union“. Dies wäre für die Zukunft der Liberalen „fatal“.

Die FDP-Spitze forderte Kubicki zu pluralistischem Auftritt auf: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht immer stärker zur Guido-Westerwelle-Partei verengen“, sagte er.

Scheinbar sorgt die frische Seeluft und der stetige Wind in unserem nördlichsten Bundesland für einen deutlich klareren Kopf. Die Bundesführung sollte hier deutlich öfter einmal Urlaub machen…

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