Aug 092007
 

Energiesparlampe

Strahlende Zukunft mit Energiesparlampen? (Foto: pixelio.de)

Zur Zeit ist ja alles im Klimawahn. Kaum darf man noch gepflegt furzen, ohne als Klimagasschädling mit Sofortabschaltung bedroht zu werden. Nun ist es allerdings auch so, dass nichts auf dieser Welt umsonst ist. Wenn wir also Atomkraftwerke abschalten wollen, weil wir das Risiko ihres Betriebs vernünftigerweise nicht auf uns nehmen möchten – und schon gar nicht, wenn sie von solch vertrauenswürdigen Unternehmen wie Vattenfall betrieben werden, dann werden wir uns damit abfinden müssen, dass unsere Kraftwerke mehr CO2 ausstoßen werden. Oder dass wir den Atomstrom aus anderen Ländern importieren – was die Sache nicht wirklich besser macht. Denn kurzfristig werden sich diese Mengen Strom nicht einsparen lassen.

Doch, doch, mag nun der eine oder andere rufen. Wir nehmen dann einfach alle nur noch Energiesparlampen, Glühlampen traditioneller Art lassen wir einfach verbieten. Kann man machen. Vielleicht sollte man dann allerdings den Widerstand gegen den in der Nähe geplanten Mobilfunkmast auch gleich aufgeben. Oder mit dem Kopf in der Mikrowelle schlafen. Telepolis jedenfalls berichtet heute unter dem Titel „Energiesparlampen mit Haken“ davon, dass diese Lampen starke elektromagnetische Strahlung absondern:

[…] „Es sollten nicht nur Energieaspekte sondern auch die gesundheitlichen Aspekte stärker mit einbezogen und gewichtet werden„, so [der Baubiologe Dr. Peter] Kurz im Telepolis-Gespräch.

Derzeit wird ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen Körper und Lampe empfohlen, um dem elektromagnetischen Feld auszuweichen. „Dieser Abstand ist zum Beispiel nicht gegeben, wenn unsere Kinder neben der Schreibtischlampe ihre Aufgabe machen oder wenn wir im Schein der Nachttischlampe lesen. Daher ist der Einsatz von Energiesparlampen für diese Bereiche, in denen wir uns lange ganz nahe an der Lichtquelle aufhalten, aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen„, warnt Kurz. […]

Die derzeit am Markt erhältlichen Energiesparlampen würden bedenkliche Werte hochfrequenter Strahlung aufweisen. Kurz verweist auf einen Test der Stiftung Warentest (Magazin1/2006).[…] Fazit: Im Abstand von 30cm (z.B. Nachttisch- oder Schreibtischlampe) liegen alle untersuchten Lampen über dem TCO-Grenzwert für PC-Monitore (10 Volt pro Meter in 30 cm Abstand), der in Ermangelung eines eigenen Grenzwertes für Lampen herangezogen wurde.

[…] 2005 fand [der Baubiologe und Experte für Elektrosmog Wolfgang Maes] bei Messungen (Öko-Test 3/2005) der elektrischen und magnetischen Feldstärke in 30cm Abstand zu Energiesparlampen immerhin noch bis zu 10- bis 20-fach höhere Werte, als laut TCO Norm für Bildschirme zugelassen sind.

[…] Aus Sicht der Umwelt stellt sich aber auch noch ein weiteres ungeklärtes Problem, gibt Kurz zu bedenken:

Die Abfallfrage ist nicht geklärt. Wir haben – anders als bei der herkömmlichen Glühlampe – in der Sparlampe Quecksilber und andere Schwermetalle, die nicht in den Hausmüll gehören. Hier sollte ein verpflichtendes Einsatzsystem angedacht werden. Sonst stehen wir plötzlich vielleicht noch vor einem Schadstoffproblem.

Energiesparen mit der Sparlampe klingt einfach und logisch. Ganzheitlich betrachtet, besteht aber noch eine ganze Menge an Klärungs- und Forschungsbedarf, bevor diese Form der Energieeffizienz auch gesundheitlich und umweltpolitisch als unbedenklich eingestuft werden kann.

Es ist eben nichts auf dieser Welt umsonst.

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