Nov 272007
 

Als wären die Ergebnisse des Parteitags der Grünen von Nürnberg und der drohendevollzogene Austritt Olswald Metzgers nicht schon peinlich genug, meinte heute Reinhard Bütikofer, die Grünen enttäuschten FDP-Mitgliedern andienen zu müssen – wegen des beeindruckenden Einsatzes der Grünen für die Bürgerrechte! So berichten heute diverse Online-Medien, unter anderem die Netzeitung und die Financial Times Deutschland.

Genau lautet das Zitat:

Alle Liberalen, denen es unsäglich auf den Geist geht, dass ihr Vorsitzender Westerwelle nie ein klares Wort in Sachen Bürgerrechte findet, sind herzlich willkommen bei den Grünen.

Nun ist ja die Kritik an Guido Westerwelle so unberechtigt gar nicht. Ich dieses Thema ja bereits am 5. Juni, 22. Juni und 4. Juli hier im Blog thematisiert.

Allerdings werden „alle Liberalen, denen es unsäglich auf den Geist geht, dass ihr Vorsitzender Westerwelle nie ein klares Wort in Sachen Bürgerrechte findet„, es Herrn Bütikofer und seinen Grünen mit Sicherheit nicht vergessen haben, dass sie mit ihrer kritiklosen Zustimmung zu den Otto-Katalogen aka Schily-Paketen den Einstieg in den Präventions- und Überwachungsstaat erst eingeläutet haben. Deswegen ist die grüne Kritik an Herrn Schäuble auch nur bedingt glaubwürdig – setzt er doch lediglich fort, was unter grüner Regierungsbeteiligung begonnen wurde.

Natürlich haben wir in der FDP mit Ingo Wolf aus Nordrhein-Westfalen auch unseren Sündenfall. Aber da wehren sich Parteimitglieder wenigstens und heucheln ihr Gutmenschentum nicht bloß. Mit den Grünen für die Bürgerrechte ist allerdings wohl eher wie mit Schnaps gegen Alkoholismus.

  Eine Antwort zu “Auf zu den Grünen – wegen der Bürgerrechte?!?”

  1. Gestern las ich im Anti-Terror-Blog folgendes: Der FDP hingegen passt es nicht, dass man jemanden nur als Terroristen verfolgen kann, wenn er auch eine terroristische Absicht verfolgt, wie sie sofort im Anschluss verlautbaren ließ [6]: Die FDP-Bundestagsf

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