Jan 172008
 

Screenshot: Spiegel Online

Heute fragte Spiegel Online seine Leser, ob sie künftig Nokia boykottieren wollen. Eine berechtigte Frage und die Antwort ist, wenn auch nicht repräsentativ, so doch zumindest eindeutig: sie wollen! Das ist eine legitime Haltung, auch wenn ich in diese „Drohung“ kein Vertrauen setze.

Wenn das nämlich so weiter ginge, dann müssen wir uns bald in Deutschland auf Festnetz und VoIP oder alternativ auf Rauchzeichen und Trommeln beschränken. Motorola müsste raus sein, weil die schon vor Jahren in Flensburg dicht gemacht haben. SiemensBenQ gibt’s nicht mehr und jetzt ist auch Nokia bäh. Bleiben Ericsson, Panasonic, Sony und weitere Nischenanbieter.

Meine Prognose ist demgemäß auch nicht besonders gewagt: Die Schließung des Werks wird Nokia – wenn überhaupt! – eine kurze Umsatzdelle in Deutschland bringen. Gammelfleisch mundet den meisten doch auch bereits seit langem schon wieder. Und da sollen wir uns vom Kauf der Handies aus der Produktion des Weltmarktführers abhalten lassen? Wer’s glaubt…

  2 Antworten zu “Und womit telefonieren wir?”

  1. Bis zu knapp 77 Prozent aller Teilnehmer an einer Umfrage bei Spiegel Online erklärten, dass sie künftig Nokia-Produkte wegen der Werksschließung in Bochum boykottieren würden. Ich habe das schon direkt parallel zur Umfrage im Januar angezweifelt. Denn ga

  2. In meinem gestrigen Artikel wies ich bereits auf die Schwierigkeit hin, Nokia zu boykottieren, weil die Alternativen begrenzt sind und der finnische Hersteller meiner Meinung nach ziemlich gute Handies baut. Ich schrieb auch, dass der Boykott von Nokia-Pr

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