Jul 032008
 

Bis zu knapp 77 Prozent aller Teilnehmer an einer Umfrage bei Spiegel Online erklärten, dass sie künftig Nokia-Produkte wegen der Werksschließung in Bochum boykottieren würden. Ich habe das schon direkt parallel zur Umfrage im Januar angezweifelt. Denn gar so viele Alternativen zu Nokia gibt es ja in der Mobiltelefonie nun auch nicht.

Und heute vermeldet ZEIT Online, dass zum einen Nokia die Subventionen in Höhe von 41 Millionen Euro nicht zurück zahlt, sondern stattdessen in einen Investitionstopf Nordrhein-Westfalens „lediglich“ 20 Millionen Euro zuschießt. Zum anderen steht aber am Ende dieses Artikels die Bestätigung meiner Prognose:

Und auch die deutschen Kunden haben es dem Handybauer nicht übel genommen, dass er in Bochum am vergangenen Montag sang und klanglos die Werktore schloss. Zwar gaben in den ersten Wochen nach der Schließungsentscheidung drei Viertel der deutschen Kunden an, künftig weniger Nokia-Handys kaufen zu wollen. Doch schon kurz darauf entpuppte sich das als falscher Alarm. Die Verkaufszahlen waren nicht eingebrochen.

Wer droht, muss auch handeln. Sonst macht man sich schon ein wenig unglaubwürdiglächerlich…

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