Sep 192008
 

… zieht Vernunft ein bei den Klima-Hysterikern. Während in Kiel noch auf Panik wegen eines geplanten und vielleicht überdimensionierten Kohlekraftwerks gemacht wird, setzt zumindest bei einigen führenden Grünen so langsam Realitätssinn ein und man fragt sich, was wohl die Alternative zur Kohlekraft wäre.

Joseph Martin Fischer, ehemaliger grüner Bundesaußenminister, der schon mehrfach gegen großen innerparteilichen Protest die berufsmäßigen Gutmenschen der eigenen Partei zu sachorientierter Politik zwang, fragt zu Recht: „Warum nicht Kohlekraftwerke unter dem Vorbehalt genehmigen, dass sie nachgerüstet werden müssen?“ Und auch Cem Özdemir als designierter Nachfolger von Parteichef Bütikofer spekulierte bereits über „neue Kapazitäten“ bei Kohlekraftwerken. Da er noch gewählt werden will, knickte er jedoch aufgrund des parteiinternen Widerspruchs rasch ein.

Und sogar Umweltminister Sigmar Gabriel von den roten Sozialdemokraten musste öffentlich eingestehen, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien und der Neubau von Gaskraftwerken nicht ausreiche, um den Energiebedarf zu decken. Wer also – wie ich finde, übrigens aus guten Gründen – keine Atomkraftwerke will, der muss Alternativen dafür benennen. Das können die Grünen zur Zeit nicht. Gebetmühlenartig die Leier der regenerativen Energien zu wiederholen ist schön und befriedigt diejenigen, die dogmatisch sogar den Kühen das Furzen verbieten wollen, bleibt aber inhaltslos in Bezug auf die Frage, wo denn bitte schön unsere Energie herkommen soll. Schließlich geht es dabei um keine religiöse, sondern tatsächlich um eine Sachfrage.

Deshalb ist es wirklich dringend an der Zeit, die CO2-Hysterie zu beenden und zu sachorientierter Energiepolitik zurückzukehren.

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